Autor: paula

  • Testtest123, funktioniert das hier noch? Domain noch am Start, David, oder ist paulanglos in die Belanglosigkeit des World Wide Web verschwunden? Kann ich noch schreiben, also nicht auf meiner Website, sondern kann ich es noch testtest konnte ich es jemals, hat es jemand gelesen, erinnert, vermisst, außer mir? Hat mich damals nicht interessiert, das ist gelogen, egal, ja nein, ich sitze ja sowieso wieder Hier. Würde gerne sagen viel ist passiert seit ich das Dashbord zum letzten Mal geöffnet habe, qwertz1245, die 3 hängt ein bisschen vom Orangensaft, der die Taste verklebt und ich Stadtbahn gegen U, M, S eingetauscht hab. Ein vierzigminütiger Arbeitsweg, in denen ein ganzes Leben an mir vorbeizieht: Ein erster Atemzug im Polo, Menschen, die auf Straßen kleben, kämpfen für eine gemeinsame Zukunft, während wir in Zwietracht leben und daneben eine männlich gelesene Person, ein nacktes Genital gewalttätig in den Handflächen hin- und herwiegend, der goldene Schuss mucksmäuschenstill, Rettungswagen wieder zu spät, Geburt und Tod, ein sich liebevoll küssender Kreis, der sich hier treffen will. Dazwischen Ich, die sich so sehr verändert hat, täglich im Spiegelbild verkannt. Alles beim Alten, Probleme namentlich nur in einem neuen Gewand.

    ICD, das heißt: I Can Do (hier in Berlin ist mensch bilingual), I Can Do Therapy (wieder wöchentlich), Working (fünf von sieben zu je acht, aber mit Vergnügen, da Ablenkung), Sleeping (mal mehr mal weniger), Crying (a lot), Ruminating (scheiße, vermutlich bis ich tot bin oder menschgemachter Fragenkatalog jetzt mal richtig liegt.
    ICD, das heißt: I Crumble Daily. Der Tod der Mutter, der Verlust der Wohnung, der Verfall den Drogen, an Covid zugrundegehen. Wenn ich während der Probezeit erkranke, ein Mal, das ist in Ordnung, ich bin doch keine Maschine. Zwei Mal, noch in Ordnung?! Google, Beck-online, gutefrage.net: „Im Falle einer Krankheit während der Probezeit, ist eine Kündigung nicht zwingend ausgeschlossen.“ Nicht zwingend, was ist das? 1 von 100? 99,9 %? Wie, wenn der 13. auf einen Freitag fällt? „Die Wahrscheinlichkeit eines bestimmten Ereignisses bei einem Zufallsexperiment ist das Verhältnis der Anzahl der für dieses Ereignis günstigen Ausgänge (A) zur Anzahl aller möglichen Ausgänge (Ω) des Experiments.“ Zehn Punkte in Stochastik, auf Wahrscheinlichkeitsrechnung verlass‘ ich mich nicht. EIN HUSTEN!!! Gedanken, die mir unentwegt Nebel durchs Gehirn pusten. Wabern, wie auf Watte, rechte Körperhälfte taub und zeitgleich tausende Ameisen, die darauf umherlaufen. Kann ein Körper brennen, was steht in Flammen und warum höre ich meine Mitmenschen nicht? „Die häufigsten Symptome eines Schlaganfalls sind Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, Lähmungen und Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie sehr starke Kopfschmerzen.“

    Arbeitsalltag muss irgendwie weitergehen. Nicht, dass ich etwas entscheide, aber etwas sage, weil jetzt verlangt wird, dass ich zu allem eine Meinung habe. Dabei ist Authentizität schwierig, wenn mensch zwischen Flügeln steht, ein starrer Körper, der sich auf gläsernem Böden bewegt. Szenarien um Szenarien, die nur in der Hypothese stehen? Blaue Pille, rote Pille, was von den Gedanken und Gefühlen ist echt und wie kann ich durch die Illusion sehen? Wer bin ich und was werde ich niemals sein, weils nicht passt oder nicht den Vorlieben entspricht? Gedanke um Gedanke, Suggestion über Suggestion. Ein flatternder Kolibri, ganz zart vibrierend bis unter intensiverer Schwingung die Luft zwischen den Flügeln dünner wird. Konstant ist Nichts außer der Schleifen, in denen ich denke, fühle und laufe. Soll ich es ausprobieren, was will ich und was nicht? Ich bin. Subjekt, Verb, ein vollständiger Satz, aber etwas in mir reichen Wahrscheinlichkeiten nicht. Sechs Buchstaben, sechsundzwanzig an der Zahl stellvertretend für das Abstrakte, das sich jeder Sprache entzieht, aber auf dem doch der Ausdruck von Identität basiert.
    Auch ich will eine Insel sein. Stattdessen bin ich wie das Meer, eine von vielen, ein Tropfen ohne Kontur, fluide, Alles und Nichts. Ich befürchte, in mir ist kein Platz mehr für mich. Das Leben trinken, betrunken, ertrunken, Mama anrufen, weil ich als Kind im Stehen zu pinkeln versuchte. Ein Zeichen? Argument um Argument, das aber doch nicht überzeugend ist. Quod erat demonstrandum. Eher früher als später, das die plazentawarme Schicht zerbricht. Google, Reddit, Quora bis die Links der ersten zwanzig Seiten, sechs Stunden vergangen und daher auch die Wolken wieder lila sind. Ich bin nicht, aber ich existiere vor mich hin.

    Immer Immer Wieder die Inspiration, weil schreiben laut ihrer Widmung unsere Stimme ist. Meine Stimme immer immer wieder und vielleicht seit den letzten fünfzehn Jahren für immer erstmalig?

  • Es ist der 27.12.2022, kurz vor Mitternacht. Du kommst von einem Date, toller Abend, mega interessante Frau stand in ihrem Profil, keine Weichspüler und im Gegenteil alles mega krass super toll sei auch zu viel. Scrollst aufgekratzt durch Instagram, Neumond im Steinbock, immer weiter in die Höhe, aber nicht den Halt unter den Füßen verlieren. Schicksal, Alles vorher bestimmt. Immerhin weißt Du wie die Welt funktioniert, weiter sinnieren, alles Energie, also Erfüllung und Liebe manifestieren. Scrollst weiter, der Algorithmus dein bester Freund, ja Ihr versteht Euch. „Spiritual Bypassing, toxic positivity, haben Euch Freunden auch schonmal gesagt, dass Ihr nur positiv denken müsst, was Ihr ausstrahlt, empfangt Ihr, Diggi hab nur mein Leid geklagt.“ Willkürlich angeordnete Zitate, Times New Roman im Quadrat. Ein Atemzug, zwei weitere, ein, aus, aus, das ist nicht, was Du erwartet hast. Illusion von Kontrolle zerbricht, das Dach um dein Inneres, das durch Unsicherheit und Angst besticht.

    29.12 Du hast Geburtstag, woho, zwei Tage später bist Du 26. Coming of Age, wieder orientierungslos und du verschanzt Dich in der Therme auf Knopfdruck entspannen in die Sinnlosigkeit der Welt. „Dein Körper sieht nicht aus wie der einer Sechsundzwanzigjährigen“, zack nackt in der Sauna eben mal wieder zum hilflosen Objekt entstellt.

    30.12 und Deine Eltern klingeln an der Tür, alles Gute zum Geburtstag, sackst zusammen, deine Mutter, die hat ein Gespür für was Dich quält. Was schützt Dich in einer Welt, die sich deiner Kontrolle entzieht? Eine Vinyl, das Geschenk von Deinem Bruder und Tränen, die sich lichten: „Put a price on emotion, looking for something to buy.
    Später am Tag und Du berichtest, dass deine Freundin, die Du vor zwei Monaten kennengelernt hast, weil Du über Instagram eine andere Freundin kennengelernt hast dir eine Stellenanzeige geschickt hat. Dass die klassische juristische Karriere nicht die Deine ist, ein offenen Geheimnis. Und stattdessen? Vom Fisch in Limoncello gar nicht mal so besessen. Das ist eine Nummer zu groß für Dich, Etwas bewegen, deine Kenntnisse in den Dienst der Gesellschaft stellen. Einfach probieren, Erfahrungen sammeln, deine Adern in der die Blutströme vor Aufregung wallen, willst loslaufen, aufspringen, in Aktion verfallen. „Können Sie mir den halben Fisch für zuhause einpacken?“

    31.12. Dein Körper tut weh, aber die Bewerbung, die Dich zu Höchstformen motiviert. Hast keinen Appetit, Alles leer, hast vor einem Jahr aufgehört, die Lunge wieder voller Teer. Trinkst Moet und rauchst Dich satt, schaut her wie erfüllt ich bin, Pizzalette und deine Wahlfamilie zu Silvester am Bertha-von-Suttner-Platz. Alles ist gut, wird’s wieder besser, wann hört das auf? Eine Nachricht von Anna, als die Augen in der Dunkelheit auf Deinen Bildschirm schielen, alle Lampen aus.

    01.01. Du schickst die Bewerbung ab, volles Risiko, „Herausforderungen sind mein Hobby“ – Alles verkackt? Leute, sie ist raus. Du weißt so ziemlich gar nichts mehr, außer, dass Du Deine Freundinnen lieb hast, stetig. Was wird jetzt eigentlich aus edel&eklig?

    02.01. Bibliothek, einfach raus, am Abend Kenza, Magnum und Existentialismus. Das Leben hat keinen Sinn, Leben ist Sinn, Spaß, Schuld und Scham, sie liebt Camus und Du bist irgendwie mittendrin. Du hättest schon Bock drauf, auf Berlin, die Stelle, Unsicherheit, was ist richtig, weißt nicht, was falsch ist. Lass es auf dich zukommen, vielleicht entscheidet auch ein Gespräch darüber ist, wie sie Deine Sorgen und Zweifel beschwichtigt. Wie hat es sich anfühlt, wann warst Du glücklich? Magnum Mandel Nummer Zwei, zum Abschied ein Küsschen, zwei Küsschen.

    03.01. Einladung zum Bewerbungsgespräch. EINLADUNG. Es sind nicht deine Freundinnen denen es die Stimme verschlägt: „OH MEIN GOTT LEUTE WAA GWHT DENN BITTE AB. Digga. Leben ist ne heftige Sache.“ Drei Tage Tagesspiegel, Taschentücher und Telefonate. Ob sie Dich mal zurückrufen kann, „In einer Stunde, Maus!“ Du klagst, Du kommst aus den Schuld- und Schamgefühlen nicht mehr raus. „Stell Dir nur mal vor, was für extreme Ausmaße die Spiritualitätdenke hätte annehmen können, hätte hätte Fahradkette?! Bin ich ein schlechter Mensch, narzisstisch und egoistisch?“ Das Bewerbungsgespräch, Sanja, sagst Du und denkst, Du packst dass in Deiner emotionalen Verfassung nicht. Du musst, Du willst eigenen Sinn stiften, Perspektiven und Verantwortung nicht mehr missen. Vielleicht ist es gerade genau der richtige Zeitpunkt zu gehen? Keinen Sinn mehr im Außen zu suchen, Du weißt da ist Nichts, was das Leben Dir bei Geburt serviert.

    06.01. Schwitzige Hände im Zug, Dir gehts gar nicht gut, wie sollst Du das überstehen? Den Schmerz zu vermeiden, vollends verfehlt, Zickzack, paradox ihm geradewegs in die Arme zu laufen. Status jetzt „Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen.“
    Ab 15 Uhr bist Du dann im Abgeordnetenhaus, feministische Innenpolitik, Bodycams, Letzte Generation und Gespräche über deine Motivation. Argumentierst, gestikulierst, Hände auf Schulterhöhe und dein Körper, die vor Enthusiasmus für die Tätigkeit glühen. Nach vierzig Minuten geht die Tür hinter Dir zu, IPA und Baby Guinness, Du weißt nunmehr Du willst diese Stelle so sehr.

    09.01. Gestern noch an der Mindmap gebastelt, pro, contra, Gegengegenargument, Freude, die im Falle einer Zusage überwiegt, eine Entscheidung hast Du doch eigentlich schon gefällt, es ist die Emotion, die siegt. Kuchen im Büro der Chefin, Zuckersüße auf der Zunge, aber in Dir wird’s allmählich dunkel. Ohne Hose im Büro, Du hast doch alles probiert, am Ende alles doch nur eine Frage der Genetik? Kolleginnen, die keine sind, aber Freundinnen und Dich trösten. Du verstehst Benedict Wells, der schon vor Dir das Schicksal demaskiert und den Zufall als des Lebens treibende Macht vorführt.
    14:58 Anruf in Abwesenheit aus Berlin, haste mal ne Kippe? 15:03, DIE WOLLEN DICH!

    Freud und Leid an diesem Tag binnen Stunden berührt, das Leben und Wahrscheinlichkeiten ad absurdum geführt.

    Seit dem 12.01 Fühlt sich immer noch nicht nach meinem Leben an, aber ey, so langsam lass ich die Gefühle ran, depersonalisierendes Rationalisieren schaltet sich allmählich aus, stattdessen schreibe ich es auf. Irgendwo in Berlin zwischen M, U und S, und natürlich, manche Gewohnheiten nicht außer Kraft gesetzt, ich versinke mal wieder in Stress. Zug Berlin-Hannover, zwei Mal, drei Mal und schon wieder, immerhin gibts diesmal ein Wandtattoo von weißen Orchideen über dem silbernen Klo. Gedanken rasen, Synapsen kurz davor durchzuknallen. Vier Wochen, die den letzten sechs Jahren in Hannover gerecht werden sollen, Abschiede von Freunden, die doch nur ein Wiedersehen begründen und dazwischen Ich, alleine, überfordert werde ich dem allen nicht gerecht. Albträume und Ängste, die mit der ersten Kippe am Morgen verziehen, graumilchiger Schleier vorm Gesicht, ich schaffe das nicht, alleine mit meinen Zweifeln, der Vorfreude und Widersprüchlichkeiten. Ein Lächeln in Gedanken an Berlin und der beruflichen Chancen und neuen Begegnungen, die damit einhergehen. Provinz auf den Ohren und Vincent im Traum flüstert mir zu ich solle springen, aber kein Bock sich in der Großstadt zu verlieren. Gefühle eine einzige Achterbahn, nur noch vier Wochen, Anna sehen wir uns dann?
    Die Wohnung gehört so gut wie Dir.“ EY ICH BIN MAXIMAL GESTRESST UND GLÜCKLICH, ICH WERDE FRIEDRICHSHAINERIN! Egal wie häufig ich es mir sage, am Ende doch wieder die Frage: Was passiert hier?

    Ich behaupte nicht, dass Alles möglich ist, aber sage Nichts ist in diesem absurden Leben unmöglich.

  • In einer kalten Novembernacht stehe ich vor einer Bar in der Hannoveraner Nordstadt. Simon lehnt an einem der parkenden BMW, schaut zu Lars, dessen Lachen in meinem Ohr hallt. Alle rein, ihr müsst leiser sein, es ist Sperrstunde, das geht nicht, das ihr hier draußen chillt, die Nachbarn beschweren sich, fremdes Eigentum. Ich wiederhole das nicht nochmal, sagschreit er in einer Stimmlage als würde er seinen Kumpels durch die grasgeschwängerte Luft dazu auffordern ihm doch endlich mal zuzuhören, er meine das diesmal wirklich Ernst, ab morgen ist damit Schluss. Der Kippenstummel glüht zwischen meinem Zeige- und Mittelfinger ab, brennt sich in die Fingerkuppe ein. Vom Selbsthass mal abgesehen, muss ich bereits in dem Gedanken an den Geruch, den ich morgen in der Nase haben werde, würgen. Raus kommt nur ein Rülpsen, das ich unter den aufgeplusterten Wangen zu verstecken versuche. Den schalen Geschmack von Malz schlucke ich wieder runter. Noch einen Schluck aus dem Bierglas, Relikt Oktoberfest. Wie der Humpen seinen Weg nach Hannover gefunden hat, keine Ahnung, aber die Dirndlkultur kann gleich mit dem Glas verschwinden. Ich schaue zwischen meinen Freunden hin und her, als ich ihn im Augenwinkel sehe. Von Weitem beobachte ich, wie er einarmig sein Fahrrad zwischen sich und seinem Freund herschiebt, die Lässigkeit um diese Uhrzeit ist schon frech. Wie lange wir uns nicht gesehen haben, weiß ich nicht. Wer zuletzt geschrieben hat, keine Ahnung, ist mir auch egal. Meine Bauch behauptet das Gegenteil, flau wird mir, ich fühle mich wie unter einer Glocke, das Blut rauscht in meinen Ohren. Ehe ich mich in mein nüchternes Schneckenhaus zurückziehen kann, höre ich mich selbst seinen Namen rufen, sehe ihn nicht reagieren, schreie noch lauter über die feierwütige Gesellschaft hinweg. Wie ein Polizist, der den wirren Stadtverkehr zu ordnen versucht, bewegt er seine linken Handfläche steif auf und ab. Sorry, ich muss weiter, wie er mir zu verstehen geben will. Die Hand wie im Tremor, auf und ab. Sein Körper bewegt sich weiter, zieht am rechten Augenwinkel vorüber ehe er sich immer weiter entfernt, raus aus meinem Blickfeld. Seine Hand noch heute auf meiner Netzhaut, es war ein Winken, weiter voraus, ohne mich. Alles gesagt und doch viel zu wenig, als dass man es verstehen könnte. Man trifft sich bei Nacht zufällig in den Straßen und bleibt im Dunkeln zurück.

    Ghosting findet nicht nur auf Datingplattformen statt. Schmerzt auf Tinder aber weitaus weniger, weil man mit der Person, 4km Luftlinie getrennt, persönlich noch kein Wort gewechselt, keine gemeinsamen Studienjahre, keine Wochenenden bei der Familie verbracht hat. Jugendherberge hat Ausgang, an die Nordsee, wo gemeinsam der Versuch unternommen wird, Rätsel im Zeit Magazin zu lösen, die im Gegenteil zu den verzweifelten Datinganzeigen auf der Rückseite undurchschaubar sind. Gib mir Sonne, als er den Song auf der Autofahrt hörte, musste er an mich denken, wie er mir später über die schallenden Boxen zuruft. Unter Freunden machte man sich halt Sorgen, wenn die Andere den Sommer in der Klinik verbringt, Rotwein mit Fanta hat diese Semesterferien Pause. Freundschaft heilt, Meeresluft sowieso.
    Nein, Ghosting unter Freunden ist ein anderes Kaliber. Weil man fünf Jahre zusammen verbracht, sich gestritten und versöhnt, Geheimnisse und Sehnsüchte, Leid und Freude geteilt hat. Möge die Pflanze wie unsere Freundschaft gedeihen, lebendig begraben werden, trocken und tot.
    Einst war man wie vagabundierende Planeten deren Umlaufbahnen um ein- und denselben Stern kreisten, ein Thema, das einander verband. Klammheimlich löste sich das Band auf, sodass man nur noch elliptisch um die Andere im Sicherheitsabstand herumeierte. Lesson learned, level completed.
    Danke für die Zeit, zu viel vorgefallen, es passt nicht mehr, warum, weiß man manchmal selbst nicht, was soll man sich da groß sagen, wenn eigentlich Nichts passiert ist, man sich auseinander gelebt hat. Auf Wiedersehen, ohne die Abschiedsformel wortwörtlich nehmen zu müssen, statt wortlos und klammheimlich verlassen zu werden und gedankenlaut zu gehen.